Wohnraum für alle statt Profite für wenige – Die Linke fordert eine Abänderung des geplanten Bau-Turbos

Die Linke kritisiert die schwerwiegende Änderung der Quadratmeter-Grenze beim geplanten Bau-Turbo. Mit ihr werden vor allem die Margen der Bauträger gesichert.

„Die von CSU, SPD, Brücke, FW, FDP und CSB geplante Erhöhung der Grenze von 2.500 m² Geschossfläche auf 7.000 m² Nettogeschossfläche führt zu einer unsozialen Gestaltung des Wohnungsmarktes und sichert vor allem die Margen der Bauträger“, kommentiert Laura Neumann, Spitzenkandidatin der Linkspartei für den Regensburger Stadtrat, die Änderung der Geschossfläche im Planungsausschuss vom 03.02.2026.

Bauprojekte bis zu 7.000 m² Nettogeschossfläche sollen faktisch von allen sozialen Elementen befreit werden: Sozialwohnungen mit bezahlbaren Mieten, die Schaffung von Grünflächen und die Infrastruktur für Kinder wie Spielplätze und Kinderkrippen entfallen. Die Profite werden privatisiert, die Kosten für die soziale Infrastruktur trägt die Allgemeinheit. 

Michelle Hake, Listenplatz 3 der Linken für den Regensburger Stadtrat, sagt dazu: „Die Erhöhung auf 7.000 m² Nettogeschossfläche sorgt dafür, dass nahezu jedes größere Bauprojekt von den vorgesehenen sozialen Standards befreit wird. Es geht hier nicht um Einfamilienhäuser, es geht um Häuser mit 70 Wohnungen und mehr, die ohne die üblichen sozialen Elemente gebaut werden sollen.“

„Es wirkt, als würden die Bauträger manchen Stadträt*innen direkt ins Heft schreiben, wie sie zu entscheiden haben“, merkt Sebastian Wanner, Oberbürgermeisterkandidat der Linken, an. Er ergänzt: „Das ist Politik auf dem Rücken von Mieter*innen und Familien, das kann doch nicht sein!“

Die Linke fordert die Stadträt*innen auf, die Grenze von 7.000 m² Nettogeschossfläche abzulehnen und die von der Verwaltung vorgeschlagene Grenze von 2.500 m² zu beschließen.